Würden Sie die nennen?
Weil diese Männer in aller Regel so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie nicht anders können, als der Mittelpunkt ihres eigenen Planeten-Systems zu sein. Und man sieht doch auch, dass es sich in diesen Fällen um eine ganz andere Spezies Frau handelt. Ich dagegen falle nicht in die Kategorie Frauen, die sich über Partnerschaften definieren oder über Liaisons mit Prominenten oder auch nur darüber, dass sie in den Boulevardmedien abgebildet sind wegen des Mannes, mit dem sie in der Öffentlichkeit erscheinen.
Davon lebt die Boulevardpresse...
Und deshalb habe ich schon immer ein Faible für Menschen, die sich aus den Medien heraushalten. Vor der Frau von Robert Redford etwa vor der ziehe ich meinen Hut! Das gefällt mir, wie die ihre 15 Jahre lange heimliche Beziehung und die Hochzeit aus den Medien herausgehalten hat. Die ist mein Vorbild! Alles andere ist doch bloß Kasperletheater auf dem roten Teppich.
Aber ist das Fernsehen dann die passende Plattform in Sachen Partnerschaftssuche?
Wenn Online-Dating, wo man mit dem Blue Screen flirtet und den anderen nicht hören, nicht riechen, ihm nicht in die Augen gucken und damit auch seine Aura nicht spüren kann, heute mit zwei Millionen Plattformen ein legitimes Mittel der Partnersuche ist, dann ist TV Dating doch vergleichsweise traditionell, denn hier lerne ich Männer ganz altmodisch leibhaftig kennen und merke sofort ob die Chemie stimmt.
TV-Dating könnte also das kommende Ding sein?
Zumindest ist Online-Dating für mich ein Unding, ich würde schließlich auch niemals ein Parfum kaufen, wenn ich es nicht vorher wenigstens einmal riechen kann. Ich weiß, wovon ich spreche. Schließlich habe ich für mein letztes Buch dazu ausführlich recherchiert (Liebling, ich komm später; d. Red.). Und ich bin sicher, wenn Otto Normalverbraucher, sprich 80 Millionen Bundesbürger abzüglich Kinder und Scheintote, gegen die Gebühr von 20 Euro beim TV-Dating mitmachen könnte, dann würde im Fernsehen nichts anderes mehr gesendet.