Désirée Nick

Kurzbiografie und Interview

Kurzbiografie

Désirée Nick – geistreich-spitzzüngige Entertainerin, erfolgreiche Schauspielerin und Bestseller-Autorin. Nach einer Ausbildung als klassische Balletttänzerin arbeitete sie drei Jahre lang als katholische Religionslehrerin. Seit 25 Jahren überzeugt die Schauspielerin in klassischen Theater-Rollen. Stärker wahrgenommen werden allerdings die spektakulären Soloprogramme und schlagfertigen TV-Auftritte, mit denen sich „die Nick“seit Mitte der 90er Jahr bundesweit in Szene setzt.

Doch Bühnen, Glamour und roter Teppich haben das Privatleben der vielseitigen Künstlerin oft zu kurz kommen lassen. Das soll sich durch „Die Promi-Singles–Traummann gesucht“jetzt ändern.

Die Top 5 der No-Gos von Désirée Nick

Platz 5: wenn Männer ihren Wunsch ein Hengst zu sein über
die Wahl der Automarke kompensieren.
Platz 4: wenn Männer beim Sex die Socken anbehalten.
Platz 3: wenn sie sich die Fönwelle blond färben.
Platz 2: wenn die Hände viel zu lange Fingernägel haben.
Platz 1: wenn man im Dschungel den Regenwurm suchen
muss.


„Dann spende ich dem Papst neue rote Gucci-Schuhe“

Im Interview mit SAT1.DE spricht Désirée Nick mit Andreas Kötter darüber, was sie mit dem ersten deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer verbindet, warum sie eine Dating-Show im TV immer dem Internet-Dating vorziehen würde und wie sie es trotz ihres Kirchenaustritts doch noch vor den Traualtar schaffen will.

© Sat1
Foto: © Sat1

Frau Nick, 2006 haben Sie in einem Interview gesagt „Kein Mann soll meinen Frieden stören!“. Das klang sehr bestimmt, was hat Ihre Meinung geändert?

Eigentlich habe ich meine Meinung gar nicht geändert.
Männer, die meinen Frieden stören, kann ich nun wirklich nicht gebrauchen. Allerdings besteht ja die Möglichkeit, dass es einen Mann gibt, der meinen Frieden nicht schon per se stört, sondern die Harmonie abrundet. Dann wäre eine Partnerschaft das I-Tüpfelchen und das Sahnehäubchen auf meinem Leben.

Dafür schien es längst „zu spät“, wie Sie damals gesagt haben...

Ach wissen Sie, wenn alles, was ich irgendwann mal gesagt habe, heute noch zutreffen würde, das wäre tragisch. Das wäre absoluter Stillstand und würde bedeuten, dass mein Leben statisch ist und sich nicht weiter entwickelt hat. Was gehen mich also Sachen an, die ich vor drei Jahren mal gesagt habe... Bedürfnisse ändern sich nun mal im Leben!

Sie halten es mit einem großen deutschen Bundeskanzler?

Genau. Es ist eine Tragödie und ein Drama, wenn Leute, Jahre nachdem Sie etwas gesagt haben, das immer noch bestätigen. Das bedeutet die totale Erstarrung.

Sie sind ohne Frage sehr prominent. Viele Prominente bleiben in Sachen Partnerschaft lieber unter sich...

Ich habe in dieser Hinsicht nie Bemühungen unternommen und das hat seine Gründe.


Würden Sie die nennen?

Weil diese Männer in aller Regel so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie nicht anders können, als der Mittelpunkt ihres eigenen Planeten-Systems zu sein. Und man sieht doch auch, dass es sich in diesen Fällen um eine ganz andere Spezies Frau handelt. Ich dagegen falle nicht in die Kategorie Frauen, die sich über Partnerschaften definieren oder über Liaisons mit Prominenten oder auch nur darüber, dass sie in den Boulevardmedien abgebildet sind wegen des Mannes, mit dem sie in der Öffentlichkeit erscheinen.

Davon lebt die Boulevardpresse...

Und deshalb habe ich schon immer ein Faible für Menschen, die sich aus den Medien heraushalten. Vor der Frau von Robert Redford etwa – vor der ziehe ich meinen Hut! Das gefällt mir, wie die ihre 15 Jahre lange heimliche Beziehung und die Hochzeit aus den Medien herausgehalten hat. Die ist mein Vorbild! Alles andere ist doch bloß Kasperletheater auf dem roten Teppich.

Aber ist das Fernsehen dann die passende Plattform in Sachen Partnerschaftssuche?

Wenn Online-Dating, wo man mit dem Blue Screen flirtet und den anderen nicht hören, nicht riechen, ihm nicht in die Augen gucken und damit auch seine Aura nicht spüren kann, heute mit zwei Millionen Plattformen ein legitimes Mittel der Partnersuche ist, dann ist TV Dating doch vergleichsweise traditionell, denn hier lerne ich Männer ganz altmodisch leibhaftig kennen und merke sofort ob die Chemie stimmt.

TV-Dating könnte also das kommende Ding sein?

Zumindest ist Online-Dating für mich ein Unding, ich würde schließlich auch niemals ein Parfum kaufen, wenn ich es nicht vorher wenigstens einmal riechen kann. Ich weiß, wovon ich spreche. Schließlich habe ich für mein letztes Buch dazu ausführlich recherchiert („Liebling, ich komm später“; d. Red.). Und ich bin sicher, wenn Otto Normalverbraucher, sprich 80 Millionen Bundesbürger abzüglich Kinder und Scheintote, gegen die Gebühr von 20 Euro beim TV-Dating mitmachen könnte, dann würde im Fernsehen nichts anderes mehr gesendet.

 

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